Glossar

Bauchspeicheldrüsen- und Bauchspeicheldrüsen-Nierentransplantation (Pankreas- und Pankreas-Nierentransplantation)

Die Transplantation der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) bzw. die kombinierte Pankreas-Nierentransplantation kommt aktuell nur für Typ-1-Diabetiker in Betracht, die nach langem Verlauf ihrer Grunderkrankung Endorganschäden, insbesondere eine weit fortgeschrittene Einschränkung der Nierenfunktion, erlitten haben. Bei dieser Patientengruppe werden Bauchspeicheldrüse und Niere gemeinsam transplantiert. Die Kombinationstransplantation verbessert nicht nur die Lebensqualität: Sie ist auch als lebenserhaltender Eingriff zu bewerten, da eine neuerliche diabetische Nierenschädigung verhindert und das Sterberisiko halbiert wird. Aufgrund der Übertragung der insulinproduzierenden Zellen des Pankreas ist dessen Transplantation eine ursächliche Behandlung des insulinpflichtigen Diabetes mellitus. Das Ziel der Transplantation ist die Wiederherstellung einer ausreichenden körpereigenen Insulinproduktion, die eine zusätzliche Insulintherapie unnötig macht bzw. gegebenenfalls der Ersatz der geschädigten Niere.

Ein Schwerpunkt im Rahmen der Qualitätssicherung ist die
Verlaufsbetrachtung der Patientinnen und Patienten nach 1, 2 und 3 Jahren (Follow-up). Seit dem Erfassungsjahr 2012 erfolgt aufgrund der geringen Fallzahlen in diesem Leistungsbereich eine über zwei Jahre kumulierte Auswertung der Daten.

Quelle: IQTIG - Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen
Gekürzt übernommen: https://iqtig.org/downloads/auswertung/2018/pntx/QSKH_PNTX_2018_BUAW_V02_2019-07-23.pdf
Stand: Juli 2019

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Besondere apparative Ausstattung

In der modernen Medizin werden viele Geräte eingesetzt. Der Krankenhausstandort stellt hier dar, welche Geräte ihm für die Feststellung und Behandlung der Krankheiten ihrer Patienten zur Verfügung stehen. Dabei kann es sich zum Beispiel um spezielle Röntgengeräte oder Kernspintomographen handeln. Geräte, die zur üblichen Ausstattung eines Krankenhauses gehören, werden hier allerdings nicht angegeben (z.B. Blutdruckmessgeräte, EKG, Blutzuckermessgeräte, Infusionspumpen).
Die Angaben zur besonderen apparativen Ausstattung können Ihnen bei der Auswahl eines Krankenhausstandortes weiterhelfen, wenn Sie wissen, dass ein spezielles Gerät oder Verfahren für die Behandlung Ihrer Krankheit erforderlich ist.

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Bettenzahl

Die Bettenzahl sagt über die Qualität des einzelnen Krankenhauses kaum etwas aus. Sie ist ein Maß für die Größe eines Krankenhauses. Ein deutsches Krankenhaus hat durchschnittlich 256 Betten (2017: 1942 Krankenhäuser mit insgesamt 497.182 Betten). Im Jahr 2017 hatten in Deutschland etwa 5 Prozent der Krankenhäuser mindestens 800 Betten, 16 Prozent zwischen 400 und 799 Betten, 45 Prozent zwischen 100 und 399 Betten und rund 34 Prozent weniger als 100 Betten.

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BKK Dachverband e.V.

Der BKK Dachverband e. V. wurde im Januar 2013 als politische und fachliche Interessenvertretung der betrieblichen Krankenversicherungen in Deutschland etabliert. Er organisiert die Interessen der betrieblichen Krankenversicherung und bringt sie in den gesundheitspolitischen Diskurs auf Bundesebene ein. Der Verband zieht seine Stärke aus der großen Nähe der Betriebskrankenkassen zur deutschen Wirtschaft. Unternehmen in Deutschland haben ein vitales Interesse an motivierten Belegschaften, die lange gesund bleiben. Dieser betriebsspezifische Zugang bildet eine der Kernkompetenzen des BKK Dachverbandes, der seit dem 1. Juli 2013 durch Franz Knieps als Vorstand geleitet wird.

Aktuell sind 72 Betriebskrankenkassen und vier Landesverbände Mitglieder des Dachverbandes. Sie repräsentieren rund 9 Millionen Versicherte.

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Bruch des Oberschenkelknochens nahe des Hüftgelenks (Hüftgelenknahe Femurfraktur)

Ein Bruch (Fraktur) im oberen, d. h. zum Hüftgelenk gewendeten Teil des normalerweise sehr stabilen Oberschenkelknochens (Femur) wird als hüftgelenknahe Femurfraktur bezeichnet. Diese Brüche sind meist unfallbedingt. Je nach Lage des Bruchs wird zwischen einer Schenkelhalsfraktur und einer sog. pertrochantären Fraktur unterschieden.
Schenkelhalsfrakturen sind Brüche zwischen dem Hüftkopf und dem großen Rollhügel (Trochanter major) des Oberschenkelknochens. Eine pertrochantäre Femurfraktur ist ein Bruch, der schräg durch die Trochanterregion des Oberschenkelknochens unterhalb des Schenkelhalses und oberhalb des kleinen Rollhügels (Trochanterminor) verläuft.
Aufgrund der im Alter abnehmenden Festigkeit der Knochensubstanz bis hin zum Knochenschwund (Osteoporose) und gleichzeitig zunehmender Bewegungsunsicherheit sind die hüftgelenknahen Femurfrakturen eine typische und häufige Verletzung älterer Menschen. Hier kann bereits ein kleiner, z. B. durch Gangunsicherheit verursachter Sturz zu einem Bruch führen. Von den jährlich etwa 100.000 Brüchen entfallen ca. 85 % auf Menschen, die 70 Jahre und älter sind. Angesichts der demographischen Entwicklung ist hier also von zunehmenden Fallzahlen auszugehen.
Bei der operativen Behandlung einer hüftgelenknahen Femurfraktur unterscheidet man grundsätzlich zwischen hüftkopferhaltenden (osteosynthetischen) und hüftkopfersetzenden (endoprothetischen) Methoden. Das Ziel ist in jedem Fall eine möglichst schnelle und komplikationslose Wiederherstellung der Mobilität und körperlichen Belastbarkeit der Patientinnen und Patienten. Gerade auch für ältere Menschen ist die schnelle Genesung sehr wichtig, weil sonst infolge der Erkrankung nicht selten ein Verlust der Selbstständigkeit bis hin zur dauerhaften Pflegebedürftigkeit eintritt. Die Indikatoren dieses Leistungsbereichs fokussieren überwiegend auf Komplikationen im Zusammenhang mit der operativen Versorgung der Fermurfraktur sowie auf die Sterblichkeit. Weitere Indikatoren beziehen sich auf Wartezeiten bis zur Operation und die erreichte Gehfähigkeit der Patientinnen und Patienten bei der Entlassung.

Quelle: IQTIG - Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen
Gekürzt übernommen: https://iqtig.org/downloads/auswertung/2018/17n1hftfrak/QSKH_17n1-HUEFTFRAK_2018_BUAW_V02_2019-07-23.pdf
Stand: Juli 2019

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Bundesdurchschnitt

Der Bundesdurchschnitt gibt das durchschnittliche Ergebnis aller deutschen Krankenhäuser für diesen Qualitätsindikator wieder. Man kann das Ergebnis eines Krankenhausstandortes mit dem Bundesdurchschnitt vergleichen und sehen, ob es besser oder schlechter als der Durchschnitt ist.

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